Kamelle, dä Zoch küt
De Zug Kütt!!!
Prinzessin Anja I. dankt mit reichlich Kamelle
Stolberg-Büsbach. Das Wetter meinte es wirklich nicht gut mit den Büsbachern - aber die störten sich überhaupt nicht daran. Der Karnevalszug am Sonntag durch das Land der «Bareschesser» war trotz des
Nieselregens ein Zug voller Sonnenschein.
Sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Jecken an den Straßenrändern herrschte eitel Freude. Mit insgesamt 29 Fußgruppen und Mottowagen erreichte der Zug erneut eine Rekordmarke. Für Prinzessin
Anja I. (Liedig) wurde ihre Session somit zur Triumphfahrt.
Der Büsbacher Karnevalszug bleibt also äußerst attraktiv und auf Wachstumskurs. Gruppen und Karnevalsgesellschaften aus den Stolberger Stadtteilen machten dazu ihre Aufwartung ebenso wie die KG
Elferrat aus Rott. Den Zug bereicherten jeweils mit ihrem Hofstaat die Tollitäten aus dem «Balkan», aus Breinig und von der «Mölle».
Auch die Zuschauer rechts und links des Weges standen überwiegend dicht gedrängt in mehreren Reihen hintereinander. Die allermeisten waren entgegen dem landläufigen Trend kostümiert - wenn auch
einige sich ausschließlich hinter einer Sonnebrille oder unter einem bunten Hütchen verkleideten.
So richtig kuschelig eng wurde es besonders im Bereich Büsbach Markt bis «Barriere». Dort hatten die Zugordner teilweise ganze Arbeit zu leisten weil ständig Jecken auf die Straße drängten um dem
Geschehen besonders nahe zu sein. Auch wenn alle Zugteilnehmer äußerst lebendig und wohlwollend empfangen wurden - Prinzessin Anja I., die 45. Tollität der «Bareschesser», übertraf alle und verteilte
beidhändig Kamelle.
Als sehr leidensfähig und strapazierbar erwies sich erneut die Büsbacher Jugend. Vor allem die weiblichen Teenager traten ungeachtet der bescheidenen Temperatur um fünf Grad Celsius teilweise recht
knapp und aufreizend bekleidet in die Öffentlichkeit. Verschont blieb der närrische Umzug vom Anblick übermäßig alkoholisierter Jugendlicher, was auch die Helfer des Deutschen Rotes Kreuzes
bestätigten. Aufwendig und liebevoll gestaltet hatten die Gruppen im Zug sich selber wie auch ihre Wagen.
Als gelungene Beispiele dafür zählten der handbemalte Prunkwagen der KG «Mölle», die unüberhörbaren Alemannia-Fans, Gruppen von Marienkäfern, Dalmatinern, antiken Römern und kunterbunten Enten.
Entlang des Zugweges feierten Bösbicher und Karnevalstouristen, es wurde geschunkelt und gesungen. In vielen Häusern entlang der Konrad-Adenauer-Strasse waren die Fenster der Wohnungen bis in die
höchsten Etagen weit geöffnet und mit Narren besetzt.
Gemeinsam trotzen die Jecken unten auf der Straße dem andauernden Nieselregen, der nur zeitweise aussetzte. Viel Kamelle, Pralinen, Blumen und sonstige Nettigkeiten wurden unters Volk gebracht,
gegeizt hat ungeachtet der viel beschriebenen Weltwirtschaftskrise keiner im Zug.
Obwohl die Stolberger Polizei den Zug mit zwei Streifenwagen absicherte, gelang es einigen uneinsichtigen Autofahrern sich im unbewachten Moment in den Umzug einzuschmuggeln um ihre Fahrt fort zu
setzen; zu Zwischenfällen kam es nicht.
Dä Zug kütttttttt....
An der Theke
Bruder Wolly als Oberlix
mit viel Wurfmaterial...
DÄ Prinz kütt!
Heile, Ex-Kollegin
Auch wir werden älter
Stimmungskanone Bürgermeister Gatzweiler
Nach 15 Bier sah die Welt anders aus....

